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Ashley Madison Alternative – was das Datenleck von 2015 lehrt und wie Ohrny es anders macht

Ashley Madison Alternative gesucht? Was beim Datenleck 2015 passiert ist, was Ashley Madison heute bietet und wie Ohrny Diskretion schon in der App verankert.

12. Oktober 2026 · 9 Min. Lesezeit

Wer eine Ashley Madison Alternative sucht, will meist eines: diskret daten, ohne dass Partner, Familie oder Arbeitgeber davon erfahren, und ohne Angst, dass die eigenen Daten eines Tages im Netz stehen. Ashley Madison ist der bekannteste Name in diesem Bereich, aber auch der Name hinter einem der größten Datenlecks, die es bei einer Dating-Plattform gab. Ohrny ist eine neue Dating-App, die Diskretion nicht verspricht, sondern so baut, dass möglichst wenig über dich sichtbar und gespeichert ist.

Hier erfährst du, was 2015 genau passiert ist, was Ashley Madison heute gut macht, wo es hakt und welche Alternative zu welchem Bedürfnis passt. Alle Angaben zu Ashley Madison sind am Ende mit Quellen belegt, vor allem mit den offiziellen Berichten der US-Handelsbehörde FTC und des kanadischen Datenschutzbeauftragten.

Kurzfazit

  • Ashley Madison gehört der Ruby Life Inc. und tritt im App Store heute als „Ashley Madison Discreet Dating“ auf. Es gibt Fotomaskierung, einen Stealth Mode für Benachrichtigungen und eine diskrete Abrechnung.
  • 2015 stahl die Hackergruppe „The Impact Team“ Daten von rund 36 Millionen Konten und veröffentlichte sie im August 2015. Behörden in den USA, Kanada und Australien warfen dem damaligen Betreiber unzureichende Sicherheit und irreführende Angaben vor.
  • Ohrny setzt auf Diskretion durch Bauweise: verschwommene Fotos für alle, gemeinsames Aufdecken, anonymer Handle, Screenshot-Schutz, verschwindende Nachrichten, keine Werbung und kein Datenverkauf.

Was beim Ashley-Madison-Datenleck 2015 passiert ist

Die Fakten stammen aus der Pressemitteilung der US-Handelsbehörde FTC vom Dezember 2016 und aus dem gemeinsamen Untersuchungsbericht der Datenschutzbehörden Kanadas und Australiens vom August 2016.

  • Der Einbruch. Laut FTC verschafften sich Angreifer zwischen November 2014 und Juni 2015 mehrfach Zugang zum Netzwerk. Am 12. Juli 2015 kam es zum großen Datendiebstahl, im August 2015 wurden die Daten veröffentlicht.
  • Der Umfang. Betroffen waren laut FTC und dem kanadischen Bericht rund 36 Millionen Nutzerkonten weltweit. Die FTC nannte es eines der größten Datenlecks, das sie bis dahin untersucht hatte.
  • Die Daten. Veröffentlicht wurden unter anderem Geburtsdatum, Beziehungsstatus, sexuelle Vorlieben, Sicherheitsangaben zum Konto und Zahlungsinformationen.
  • „Full Delete“. Nutzerinnen und Nutzer konnten gegen eine Gebühr von 19 Dollar die vollständige Löschung ihrer Daten kaufen. Laut FTC waren Daten auch von Menschen betroffen, die dafür bezahlt hatten. Der kanadische Bericht stellte fest, dass Daten deaktivierter und inaktiver Konten unbefristet aufbewahrt wurden.
  • Erpressung. Laut kanadischem Bericht erhielten Betroffene E-Mails, in denen gedroht wurde, ihre Nutzung von Ashley Madison Familie oder Arbeitgeber zu verraten.
  • Die Vorwürfe. Die FTC warf den Betreibern vor, ihre Sicherheitsmaßnahmen falsch dargestellt und mit gefälschten „Engager“-Profilen, die sich als Frauen ausgaben, Männer zum Bezahlen gebracht zu haben. Der kanadische Bericht kritisierte unter anderem eine nur einstufige Anmeldung für den Fernzugang und schwache Passwort- und Schlüsselverwaltung. Außerdem wurden E-Mail-Adressen nicht überprüft.
  • Die Täter. Laut kanadischem Bericht bekannte sich eine Gruppe namens „The Impact Team“ zu dem Angriff und veröffentlichte die Daten am 18. und 20. August 2015.
  • Die Folgen. Die Betreiber zahlten laut FTC insgesamt 1,6 Millionen Dollar an die FTC und an US-Bundesstaaten und mussten ein Sicherheitsprogramm mit regelmäßigen externen Prüfungen einführen. Kanada und Australien erzielten eigene Vereinbarungen. Das Unternehmen hieß damals Avid Life Media und firmiert heute als Ruby.

Die wichtigste Lehre gilt für jede Plattform: Ein Versprechen von Geheimhaltung ist nur so gut wie die Daten dahinter. Was gespeichert ist, kann verloren gehen. Was nie erhoben wurde, nicht.

Ashley Madison Alternative: Ohrny und Ashley Madison im Vergleich

Ausrichtung

Ohrny

Hookups und Affären, diskret

Ashley Madison

Laut App Store „discreet dating“, u. a. für Nicht-Monogamie und Polyamorie

Fotos

Ohrny

Standardmäßig für alle verschwommen

Ashley Madison

Private Fotomaskierung als Option

Aufdecken

Ohrny

Gemeinsam: Fotos, Alter und Entfernung gleichzeitig für beide

Ashley Madison

Keine vergleichbare Funktion in den Quellen

Name

Ohrny

Anonymer Handle

Ashley Madison

Benutzername

Benachrichtigungen und Handy

Ohrny

App-Tarnung, Panik-Geste

Ashley Madison

Stealth Mode für iOS (Benachrichtigungen ausblenden und anpassen)

Chats

Ohrny

Screenshot-Schutz, verschwindende Nachrichten nach 24 Stunden

Ashley Madison

Nachrichten auf der Plattform

Abrechnung

Ohrny

App Store bzw. Google Play

Ashley Madison

Diskrete Abrechnung, laut App Store als „AMDA“

Kostenmodell

Ohrny

Free, Plus, Platin; für Frauen kostenlos; keine Werbung, kein Datenverkauf

Ashley Madison

In-App-Käufe und Pakete; laut Testberichten Credits für Männer

Vorgeschichte

Ohrny

Neue App

Ashley Madison

Datenleck 2015, Einigung mit FTC 2016

Herausgeber im App Store

Ohrny

The One Academy GmbH, Schweiz

Ashley Madison

Ruby Life Inc.

Was Ashley Madison gut macht

Fair ist fair: Ashley Madison ist seit vielen Jahren am Markt und hat sich nach 2015 nicht versteckt, sondern weitergemacht.

  • Bekanntheit und Größe. Kein anderer Name ist in diesem Bereich so bekannt. Für viele bedeutet das eine große Auswahl.
  • Diskretionsfunktionen. Laut App Store gibt es Discreet Match, einen Stealth Mode für iOS, private Fotomaskierung und eine diskrete Abrechnung, die auf dem Kontoauszug als „AMDA“ erscheint.
  • Auflagen nach dem Leck. Laut FTC muss das Unternehmen seit 2016 ein schriftliches Sicherheitsprogramm umsetzen und regelmäßig von Dritten prüfen lassen. Laut kanadischem Bericht beauftragte der Betreiber nach dem Leck externe Sicherheitsberater, führte dokumentierte Richtlinien und Abläufe ein und schulte Mitarbeitende.
  • Offenere Positionierung. Der App-Store-Eintrag spricht heute auch Menschen an, die Nicht-Monogamie oder Polyamorie ausprobieren, und nicht mehr nur Affären.
  • Für Frauen günstig. Laut Testberichten können Frauen die Kernfunktionen ohne Kosten nutzen.

Wo es bei Diskretion hakt

Das Leck ist Geschichte, aber die Daten sind es nicht. Was 2015 veröffentlicht wurde, lässt sich nicht zurückholen. Wer damals ein Konto hatte, kann das bis heute nicht ungeschehen machen. Das ist kein Vorwurf an die heutige Sicherheit, aber ein Grund, genau zu überlegen, welche Angaben du irgendwo hinterlegst.

Schutz als Option. Die Fotomaskierung ist laut App Store eine Funktion, die du nutzen kannst, kein Standard für alle Bilder. Wer sie nicht konsequent einsetzt, ist erkennbar.

Abrechnung bleibt eine Spur. Eine diskrete Abrechnung ist hilfreich, aber jede Zahlung hinterlässt einen Eintrag. Laut App Store erscheint sie als „AMDA“, sofern deine Bank sie nicht anders darstellt. Wer ein gemeinsames Konto oder eine geteilte Karte nutzt, sollte das wissen, denn auch ein neutraler Name kann Fragen auslösen.

Fake-Profile sind ein Branchenproblem. Die FTC hat 2016 festgestellt, dass Ashley Madison früher gefälschte Profile eingesetzt hat. Laut Testberichten gibt es auch heute noch Betrugsversuche. Das gilt für viele Plattformen, aber wer hier sucht, sollte besonders aufmerksam sein.

Wie Ohrny es löst: Diskretion durch Bauweise

Ohrny geht vom umgekehrten Ansatz aus: Statt viel zu sammeln und den Schutz zu versprechen, soll möglichst wenig sichtbar und angreifbar sein.

  • Verschwommene Fotos für alle. Jedes Bild ist unscharf, die Unschärfe entsteht auf dem Server. Das scharfe Foto verlässt den Speicher erst beim Aufdecken.
  • Gemeinsames Aufdecken. Gesicht, Alter und Entfernung erscheinen nur, wenn ihr beide bereit seid, und nur in dieser einen Unterhaltung.
  • Anonymer Handle. Kein Klarname, keine Nummer, keine E-Mail im Profil.
  • Verschwindende Nachrichten. Auf Wunsch werden Chats nach 24 Stunden gelöscht, auf beiden Handys und auf unseren Servern. Was nicht mehr da ist, kann auch nicht abfließen.
  • Screenshot-Schutz. Bildschirmaufnahmen in Chats werden blockiert, und du erfährst, wenn es jemand versucht.
  • Schutz am Handy. App-Tarnung und Panik-Geste helfen, wenn jemand dein Telefon in die Hand nimmt.
  • Kontakte blockieren. Mit Platin werden Menschen aus deinem Telefonbuch aus deinem Deck entfernt, und du aus ihrem.
  • Verifizierte Profile. Ein Selfie-Abgleich hält Fake-Profile fern, ohne deine Identität anderen zu zeigen.
  • Kein Werbegeschäft. Ohrny zeigt keine Werbung und verkauft keine Daten. Die App lebt von den Abos Plus und Platin.

Keine App kann versprechen, dass nie etwas schiefgeht. Aber eine App, die deinen Namen nie gezeigt, dein Gesicht nie ungefragt ausgeliefert und deine Chats nach einem Tag gelöscht hat, hat im Ernstfall viel weniger zu verlieren.

Weitere Ashley Madison Alternativen

Je nachdem, was dir wichtig ist, kommen auch andere Plattformen infrage. Wir haben sie einzeln und mit Quellen verglichen:

  • C-Date: etabliertes Casual-Dating-Portal, Fotos lassen sich verbergen und einzeln freigeben, Premium-Abo mit automatischer Verlängerung.
  • Victoria Milan: richtet sich an Verheiratete und Vergebene, mit Masken, Panik-Button auf der Website und diskreter Abrechnung.
  • Secret.de: war für seine Masken bekannt, ist aber seit Dezember 2020 geschlossen.

Ehrliche Nachteile von Ohrny

  • Neu und kleiner. Ohrny hat nicht die Reichweite einer Plattform, die seit Jahren am Markt ist. In kleinen Orten braucht es Geduld oder den Reisemodus.
  • Warteliste für Männer. Frauen kommen sofort hinein, Männer warten in manchen Städten kurz, damit das Verhältnis ausgeglichen bleibt.
  • Langsamerer erster Eindruck. Ohne sichtbares Gesicht zählen zuerst Texte, Interessen und Absicht.
  • Nicht alles ist gratis. Grundschutz ist kostenlos, Inkognito und das Verbergen von Alter und Entfernung gehören zu Plus, das Blockieren der Kontakte zu Platin.

Für wen was passt

Ashley Madison passt zu dir, wenn du die bekannteste Plattform mit großer Reichweite willst, die Diskretionsfunktionen sorgfältig selbst einrichtest und die Vorgeschichte für dich kein Ausschlussgrund ist.

Ohrny passt zu dir, wenn du nicht darauf vertrauen willst, dass deine Daten sicher verwahrt werden, sondern lieber eine App nutzt, die möglichst wenig über dich sichtbar macht. Wenn du einen öffentlichen Beruf hast, in einer kleinen Stadt lebst oder einfach selbst bestimmen willst, wann jemand dein Gesicht sieht.

Vor jedem ersten Treffen lohnt ein Blick in unsere Sicherheitstipps. Und wenn du Ohrny ausprobieren willst: App herunterladen, für iOS und Android, ab 18.

FAQ

Was ist die beste Ashley Madison Alternative?

Das hängt davon ab, was dir wichtiger ist. Für maximale Diskretion ist eine App sinnvoll, die Fotos standardmäßig verschwimmen lässt, keinen Klarnamen zeigt und Chats gegen Screenshots schützt, wie Ohrny. Für eine große Auswahl sind etablierte Portale wie C-Date stärker, verlangen aber mehr eigene Einstellungen.

Wie viele Menschen waren vom Ashley-Madison-Datenleck betroffen?

Laut US-Handelsbehörde FTC und dem kanadischen Datenschutzbeauftragten rund 36 Millionen Nutzerkonten weltweit. Die Daten wurden im August 2015 veröffentlicht, darunter Geburtsdaten, Beziehungsstatus, sexuelle Vorlieben und Zahlungsinformationen.

Ist Ashley Madison heute sicher?

Nach der Einigung mit der FTC 2016 muss das Unternehmen ein Sicherheitsprogramm umsetzen und regelmäßig extern prüfen lassen. Eine Garantie gibt es bei keiner Plattform. Entscheidend ist, wie viel du selbst preisgibst und wie viel die App überhaupt speichert und zeigt.

Was unterscheidet Ohrny grundsätzlich von Ashley Madison?

Ohrny setzt auf Diskretion durch Bauweise statt durch Versprechen: Fotos sind für alle verschwommen, aufgedeckt wird nur gemeinsam, dein Name bleibt anonym, Chats können nach 24 Stunden verschwinden. Außerdem finanziert sich Ohrny über Abos statt über Werbung und verkauft keine Daten.

Muss ich bei Ohrny angeben, ob ich in einer Beziehung bin?

Nein. Ohrny fragt nicht nach deinem Beziehungsstatus. Über die Intent-Modi kannst du sagen, was du suchst, etwa Tonight, Slow oder Open, ohne Details aus deinem Leben preiszugeben.

Quellen

Probier es diskret aus.

Verschwommene Fotos, gemeinsames Aufdecken, Chats, die verschwinden. Gratis für iOS und Android, ab 18.

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